Das PHANTAST-Jahrbuch 2012 ist bereits in Reichweite:
Auch in dieser Jahres-Ausgabe gibt es wieder das Beste aus den diesmal fünf
PHANTAST-Magazinen plus reichhaltigem Bonusmaterial. Unter anderem enthält das
mindestens 200 Seiten (vermutlich einiges mehr) umfassende Buch eine Novelle
von Susanne Gerdom. Das Cover stammt von Lothar Bauer, Illustrationen unter
anderem von Norbert Reichinger. Äusserlich wird es wieder eine Softcoverausgabe
im Format 21x21 cm.
Das Jahrbuch erscheint in der ersten Februarwoche 2013
und kann ab sofort zu einem verbilligtem Subskriptionspeis unter http://phantast.fictionfantasy.de
bestellt werden.
PHANTAST ist ein Projekt von literatopia, fictionfantasy
und roterdorn.
Mindestens viermal im Jahr erscheint der PHANTAST als
Themenheft kostenlos im PDF-Format. Ziel des seit 2011 erscheinenden Magazins
ist eine Auseinandersetzung mit phantastischen Themen sowohl inhaltlich als
auch äußerlich in hochwertiger Form.
Ein Kultfilm was ist das? Eine gute Frage, denn so etwas wie
einen Kultfilm gibt im Prinzip im kurzlebigen Filmgeschäft nicht mehr.
Megaproduktionen werden einige Zeit gehypt bevor sie ins Kino kommen, dann
nochmal kurz wenn sie für den Home Entertainment-Bereich verwertet werden und
dann tauchen sie gelegentlich auf den immer gleichen Angebotslisten diverser
Handelsketten auf.
Es gibt allerdings auch Filme, denen man zu ihrer Zeit nicht
angesehen hat, welches Potential sie haben. Oft war auch einfach der der
richtige Zeitpunkt da, in dem sie über die Leinwand flimmerten. Als Tron 1982 in die Kino fanden die meisten
kein Gefallen an der etwas zu einfach gestrickten Story. Keiner ahnte damals
welchen Einfluss der in großen Teilen computeranimierte Streifen haben würde.
Es gab allerdings einige angehende Filmemacher, die das Potential erkannten und
unter vielen Fans avancierte Tron zu
einem richtigen Kultfilm. Kein Wunder, denn Steven Lisberger bewies wie man
Computeranimation gezielt als dramaturgisches Mittel einsetzen konnte. Vor
allem erwiesen sich die damit entstehenden Möglichkeiten als schier unendlich.
Ohne die innovative Technik von Tron wären spätere Filme wie Terminator 2, Jurassic Park, Transformers,
Avatar oder die Herr der Ringe-Trilogie nicht realisiert worden. Und auch die Pixar-Filme wären keine Realität
geworden. John Lassetter, Regisseur von Toy
Story und Cars, war 1982 noch als
Animator bei Disney beschäftigt. Er erkannte das Potential, das Tron hatte.
Dieses Potential wurde zum Initialzünder für die Gründung jenes kleinen
Studios, das George Lucas 1983 an Steve Jobs verkaufte und aus dem Pixar
hervorgehen würde.
Schon Ende der neunziger Jahre tauchten Gerüchte über eine
Fortsetzung auf. Es gab auch schon Storyentwürfe, von denen einer für das
Computerspiel Tron 2.0 verwendet
wurde. Doch dann wurde es einige Zeit ruhig um die Sache. Doch die Vorführung
von Testaufnahmen auf dem ComicCon 2008 änderte dies. Eigentlich mehr als Test
gedacht, ob überhaupt das Publikum auf einen neuen TRON-Film reagieren wird,
wurde daraus eine kleine Situation. Kein Wunder, immerhin hatte sich die Schar
der Fans vervielfacht. Tron Legacy wurde
Realität.
Über 20 Jahre ist Kevin Flynn, der findige Programmierer aus
dem ersten Teil, spurlos verschwunden. Sein mittlerweile erwachsener Sohn ist
der größte Aktieninhaber der Firma ENCOM. Doch die Firma ist ihm egal. Sie hat
sich mittlerweile zu größten Softwareschmiede der Welt entwickelt (Microsoft
lässt grüßen), die die User ausnimmt wie Weihnachtsgänse. Zwar sitzt Alan
Bradley noch im Vorstand, aber richtige Macht hat er dort nicht.
Nach einer spektakulären Aktion bei ENCOM taucht eines Abends
Bradley bei Sam Flynn auf. Er wurde auf einem alten Pager angerufen. Von einer
Nummer aus, die schon seit 20 Jahren abgeschaltet ist. Der Anruf kam von der
alten Spielhalle von Kevin. Mehr widerwillig mach sich Sam dorthin auf dem Weg
und findet dort den geheimen Unterschlupf seines Vaters. Der Sohn erfährt am
eigenen Leibe, mit was sein Vater sich die Nächte um die Ohren gehauen hat,
denn mit einem Mal findet er sich im Innern des Computers wieder, in einer Welt
die von einem genauen Abbild seines Vaters rücksichtslos beherrscht wird. Clu,
ein Programm von Kevin, hat sich im Bestreben das perfekte System zu schaffen
zum Diktator aufgeschwungen. Aber er will mehr. Er will in die reale Welt
vordringen. So muss sich Sam auf die Suche nach seinem Vater machen, um alles
zu retten…
Auf den ersten Blick scheint es verwunderlich, dass ein
relativer Neuling wie Joseph Kosinski mit der Regie eine solchen Projekts
betraut wurde, doch die Wahl des Machers von Zwischensequenzen zu Spielen wie Halo erweist sich recht schnell als sehr
sattelfest. Sein visueller Stil täuscht ein wenig über die wenig einfallsreiche
Story hinweg. Aber bereits bei Tron
war die Story nicht unbedingt das wichtigste, sondern das visuelle Erlebnis. Tron Legacy trotzt mit modernsten
Spezialeffekten höchster Güte und erschlägt den Zuschauer quasi mit seinen
unglaublich vielen Elementen, die über die Leinwand huschen. Aber auch wenn er
für ein breites Publikum gedacht ist, macht der Streifen eigentlich nicht
eingefleischten Fans richtigen Spaß. Doch allein die Optik macht ihn auch für
den normalen Kinobesucher zum Erlebnis. Einer der ganz großen Pluspunkte ist
dabei die Rückkehr von Jeff Bridges und Bruce Boxleitner, die ihre alten Rollen
wieder aufleben lassen. Bridges zeigt sehr eindrucksvoll, wie ein hochwertiger
Schauspieler auch noch einem mittelmäßigen Drehbuch einen gewissen Reiz
entlocken kann. Allein schon die Tatsache seiner Doppelrolle, Flynn Senior und
Clu, vertiefen den positiven Eindruck noch mehr. Zur visuellen Gewalt gesellt
sich noch eingängiger, sehr wuchtiger Soundtrack der Band Daft Punk, deren
Musik genauso passend ist wie seinerzeit der Soundtrack von Wendy Carlos für Tron.
Für den Kinoeinsatz wurden weite Teile von Tron Legacy mit stereoskopischen
3D-Kameras gedreht. Als dramaturgischen Effekt setzte man allerdings 3D nur für
die Computerwelt um. In der realen Welt blieb das Bild im herkömmlichen Format.
Dennoch hatte es schon auf der Leinwand eine hervorragende Qualität.
Einmal mehr bietet Disney bei der Blu-ray eine Scheibe an,
die bei der Technik absoluten Referenzcharakter hat. Das Bild lässt keinerlei
Mängel in der Kompression erkennen. Schärfe und Detailreichtum bewegen sich auf
höchstem Niveau. Insgesamt ein perfektes Ergebnis mit dem man sein Heimkino
auch Gästen einmal vorführen kann.
Das gleiche Niveau hält übrigens auch die Blu-ray 3D, bei
der die Bildgewalt sogar noch eine Spur brachialer zur Geltung kommt. Die
räumliche Plastizität wirkt sehr eindrucksvoll, wobei nur die Szenen, die in
der Computerwelt spielen, in 3D sind, während die Handlung in der realen Welt
nur in 2 D vorliegt.
Das gleiche gilt für den Ton. Die deutsche und englische
Tonspur liegen in DTS-HD 7.1 Master Audio vor. Die wuchtige Abmischung ist sehr
räumlich, verlangt dem Verstärker und den Lautsprechern einiges ab. Als kleiner
Tipp: Nicht gleich die Laustärke zu hoch einstellen, denn sonst könnte es
Knatsch mit den Nachbarn geben.
Auch wenn die technische Umsetzung überzeugen kann,
enttäuscht die Blu-ray etwas bei den Specials. Zwar bekommt man einiges über
die Entstehung von Tron Legacy, aber
so richtig in die Tiefe wird leider nicht gegangen. Allerdings findet man die
Testaufnahmen für den ComicCon 2008 dort wieder sowie einen kleinen Kurzfilm
mit dem Titel Am Tag danach: „Flynn lebt!“
Der Kurzfilm spinnt die Story aus dem Hauptfilm noch ein wenig fort, wobei es
auch ein Wiedersehen mit einem liebgewonnen Charakter aus Tron gibt. Ebenfalls unterhaltsam gemacht ist ein kleines Feature
über die Funktion von 3D-Blu-ray, die von Timon & Pumba erklärt wird.
Kindgerecht, aber schön. Als kleines Schmankerl gibt es dann noch einen kurzen
Ausblick auf die 2012 realisierte Animationsserie Tron Uprising. Abgerundet werden die leider etwasspärlichen Specials durch ein Musikvideo von
Daft Punk.
Man kann über Tron
Legacy geteilter Meinung sein. Aber auf jeden Fall ist er aufwendiges
Effektkino, das sehr viel Spaß macht und hauptsächlich durch seinen visuellen
Stil besticht. Hinzu kommen noch spielfreudige Darsteller sowie genialer
Soundtrack, der ein wenig an THE DARK KNIGHT erinnert, aber dennoch jede Menge
Spaß macht. Die Präsentation auf Blu-ray bietet alles, was einem Filmfan das
Herz höher schlagen lässt: Kino in höchster technischer Präzession. Auf jeden
Fall eine Bereicherung für jede Sammlung. Sehr empfehlenswert.
Tron Legacy
USA 2010
erschienen bei Walt Disney Home Entertainment im Juni 2011
Kevin Flynn, ehemals ein aufstrebender Programmierer bei der
Computerfirma ENCOM, hat ein Problem: John Dillinger, zurzeit Chef der Firma,
hat ein ganzes Bündel von Spielen von ihm gestohlen, um die Karriereleiter
hochzufallen. Das Problem ist allerdings dies Dillinger zu beweisen. So hackt
sich Flynn in das System von ENCOM ein, wird aber von dem mächtigen Master
Control Program, ein Projekt Dillingers, daran gehindert. Gleichzeitig versucht
Alan Bradley sein Programm Tron
lauffähig zu machen. Doch Flynns Einbruchsversuche veranlassen das MCP alle
Zugänge zu speichern. Gleichzeit will das Programm auch verhindern, dass ein
unabhängiges Programm seine Machenschaften kontrolliert, was aber nicht
offiziell bekannt werden soll. Alan erzählt seiner Freundin Lora, die in der
Laserabteilung von ENCOM arbeitet, von seinem Problem. Sie bringt ihn mit Flynn
zusammen, der überrascht auf die Sicherheitsreaktion reagiert. Nach seiner
Annahme müsste er das System knacken, wenn er von einem Terminal im Innern der
Firma Zugriff darauf hat. Die drei dringen in die Firma ein und während Alan
sich an seinen Arbeitsplatz begibt, nutzt Kevin von Loras Terminal, um nach
Beweisen zu suchen. Doch er hat die Rechnung ohne das MCP gemacht, das ihn mit
einer bisher nur kurz getesteten Technologie auf den Spieleraster des Systems
holt. Für Kevin Flynn beginnt nicht nur ein ganz neues Abenteuer, sondern auch
ein Kampf um Leben und Tod…
Das Jahr 1982 ist für den phantastischen Film eines der
bedeutendsten. Zurückblickend kamen nie mehr in einem so kurzem Zeitraum so
viele Filme heraus, die für die verschiedenen Genres so bedeutsam sind und
heute als Klassiker gelten. E.T – Der Außerirdische,
Star Trek II: Der Zorn des Khan, John
Carpenter’s The Thing, Poltergeist,
Conan der Barbar, Der dunkle Kristall und Blade Runner sind nur einige Beispiele
dafür. Kein Wunder, denn viele der großen Studios rannten immer noch dem Erfolg
nach, den ersten beiden Star Wars-Filme
an der Kinokasse hatten. Und der dritte und abschließende Teil, der heute auch
unter dem Titel Episode VI firmiert,
war schon langsam am Horizont zu erkennen.
Eben dieser Druck verleitete Walt Disney Pictures dazu in
aufwendigen Science Fiction-Filmen einen Strohhalm zu sehen. Das Studio hatte
in den 70er Jahren mit seinen Zeichentrickfilmen nicht richtig punkten können.
Bei der Realfilmsparte sah es noch schlimmer aus. Mit Herbie-Fortsetzungen
allein konnte man sich nicht über Wasser halten. So versuchte man mit Das
schwarze Loch auf den SciFi-Hype aufzuspringen, was gründlich in die Hose ging.
Mit Tron wollte man einen zweiten Versuch in diese Richtung wagen und setzte
dabei auf eine Technik, die noch total in den Kinderschuhen steckte. Es stand
technisch in den Sternen, ob ein solches Projekt überhaupt realisierbar war.
Schon in den 70er Jahren hatte man den Versuch unternommen einen
computeranimierten Film zu drehen. Doch die Kreativen scheiterten an der noch
nicht so weit entwickelten Technik. Aber eben dieser Faktor stellte die Gruppe
um Regisseur Steven Lisberger vor ein ähnliches, fast unlösbares Problem.
Bisher gab es in diese Richtung nur rudimentäre Ansätze, mit denen man arbeiten
konnte. Programme wie Lightwave oder
ähnliches wurden erst viel später erfunden. So mussten beispielsweise die
Pixelpositionen von Hand berechnet und das Endergebnis konnte man sich erst
dann anschauen, wenn das belichtete Filmmaterial aus dem Kopierwerk zurückkam. Nach
der Fertigstellung des Films kam ein weitere Problem hinzu: Das Studio wusste
nichts mit dem innovativen Produkt anzufangen. So entwickelt sich Tron zu einem der größten finanziellen
Desaster für Disney, ähnlich John Carter
im Jahr 2012.
Retrospektiv betrachtet kann Tron heute als wegweisender Film gesehen werden, denn hier wurde
eindrucksvoll gezeigt, wie man Computeranimation als dramaturgisches Mittel
einsetzen konnte. Viele spätere Regisseure, wie beispielsweise John Lassetter (Toy Story, Cars), wurden dadurch stark beeinflusst. Nur wenigen war zu diesem
Zeitpunkt klar wie sehr sich das Filmgeschäft ändern würde. Bereits zwei Jahre
wurden die visuellen Effekte des Films The
Last Starfighter komplett computeranimiert. 1985 folgte die erste
dreidimensional animierte Figur in Das
Geheimnis des verborgenen Tempels, an der nicht nur George Lucas
Trickschmiede ILM arbeitet, sondern auch jene Gruppe, die später als Pixar
firmieren würde.
Die Story von Tron ist
recht einfach gestrickt, lebt aber vor allem von der Spielfreude seiner
Hauptdarsteller. Jeff Bridges stand noch relativ am Anfang seiner Karriere, Bruce
Boxleitner war noch Lichtjahre von Babylon
5 entfernt. Aber auch die ganze Atmosphäre des Films ließ das Herz der Fans
höher schlagen. Hier wurde ein komplett neues visuelles Erlebnis geboten. Eine
Welt wie man sie vorher noch nicht gesehen hatte.
Schon in den Achtzigern entwickelte die Steven Lisbergers
Regiearbeit unter Fans zum Kultfilm, doch erst in den 90er Jahren wurde er
wieder von einer breiten Masse wahrgenommen. Als 2002 zum zwanzigjährigen
Jubiläum sich die Doppel-DVD von Tron
recht gut verkaufte, kam auch der Ruf nach einer Fortsetzung. Es folgte keiner
Wiedergeburt als Film, sondern als Computerspiel. Die Wende fand im Jahr 2008
auf dem San Diego Comic statt. Dort wurde Testmaterial eines potentiellen
Sequels vorgeführt, um die verschiedenen Möglichkeiten auszuloten. Der Erfolg
war enorm und 2010 erschien mit Tron
Legacy die langerwartete Fortsetzung.
Für viele war der Film schon bei seinem Start ein Kultfilm,
doch erst in den 90er Jahren wurde er „massentauglich“. Als 2002 die Doppel-DVD
zum zwanzigjährigen Jubiläum erschien, wurde bereits von einer Fortsetzung
gesprochen. Diese wurde später in Form eines Computerspiels veröffentlicht.
Dennoch war das Projekt TRON 2.0
nicht tot. Doch wieder war man sich bei Disney nicht sicher, ob sich ein
Neuaufguss oder gar eine Fortsetzung rechnen würde. Man entschied sich eine
Probesequenz zu drehen, die auf dem San Diego Comic Con 2008 aufführte. Die
dortigen Reaktionen ermutigten das Studio TRON:
LEGACY zu machen, der 2010 in die
Kinos kam.
Die Restauration von Tron
für das HD-Format gehört zu einem unter BD-Fans heißdiskutierten Themen des
Jahres 2011. Regisseur Steven Lisberger wurde von Disney die Gelegenheit
gegeben technische Mängel des Films, die in HD auffallen, zu bearbeiten. Er
nahm dabei einige kleinere Veränderungen vor, die aber insgesamt den Genuss des
Films nicht schmälern. Hauptsächlich bezog sich die Bearbeitung auf das
periodisch auftretende Flackern der realen Filmelemente sowie Kratzer und
sonstiger Macken, die dem Master im Laufe der Zeit zugesetzt haben
Tatsächlich hat Tron
noch nie so gut ausgesehen wie nach der neuen Restauration. Die neonartigen
Farben in der Computerwelt sind kräftig und das Schwarz darin scheint bodenlos
zu sein. Die Realszenen überzeugen durch einen sehr guten Kontrast. Auffallend
ist die nahezu perfekte Schärfe, die viele kleine Details erkennen lässt.
Darunter fällt auch die relative Einfachheit der Computeranimationen. Aber man
sollte sich vor Augen halten, dass es sich hier um den ersten Film seiner Art
halt und er rund dreißig Jahre auf dem Buckel hat.
Der englische Ton liegt in DTS-HD 5.1 vor. Allerdings sollte
man nun keinen Klangteppich wie bei Tron
Legacy erwarten. Aber der Sound wurde entsprechend seiner Zeit aufbereitet.
Die Dialoge sind klar im Center platziert. Die Effekte selbst sind etwas
frontlastig, aber sind stellenweise auch etwas bidirektional. Sehr räumlich ist
der geniale Soundtrack von Wendy Carlos (UHRWERK ORANGE, SHINING) abgemischt.
Insgesamt überzeugend.
Da die 20th Anniversary Edition auf DVD mit ihren Specials
schon alle Aspekte der Entstehung von Tron
abgedeckt hat, wurden diese komplett für die Blu-ray übernommen. So findet man
nicht nur einen sehr guten Audiokommentar auf der Scheibe, sondern auch jede
Menge Featurettes und ein sehr gutes Making of, dem nur wenig hinzuzufügen ist.
Hinzu kommen noch einige Deleted Scenes, von denen einige sogar noch bearbeitet
wurden.
Nur zwei neue Specials befinden sich noch mit auf der BD. In
dem ersten wird das Phänomen Tron
näher betrachtet, wobei hier fast nur Beteiligte von Tron Legacy zu Wort kommen. Das zweite Special Feature führt Steven
Lisberger und seinen Sohn in die Archive der Disney Studios, wo sich alte Fotos
der Produktion anschauen. Dabei nutzt Lisbergers Sohn die Gelegenheit um seinen
Vater ausführlich dazu zu befragen, was sehr interessant ist.
Auch wenn die Story von Tron
oft etwas zäh aus heutiger Sicht ist, hat Disney einen seiner größten Flops in
einer sehr adäquaten Form für das HD-Zeitalter aufbereitet. Kein Wunder, denn
er ist mittlerweile einer großen Klassiker der Filmgeschichte geworden, der
viele Filmschaffende dazu bewegt hat auf die Computeranimation zu setzen. Ein
Fakt, das heute aus fast keinem Film mehr wegzudenken ist. Die Blu-ray von Tron ist auf jeden Fall eine
Bereicherung für jede Sammlung und nicht nur was für beinharte Fans. Sehr
empfehlenswert.
Tron
USA 1982
Das Original - Special Edition
erschienen bei Walt Disney Home Entertainment im Juni 2011