Sonntag, 2. Dezember 2012

Hinweis: PHANTAST Jahrbuch 2012



Das PHANTAST-Jahrbuch 2012 ist bereits in Reichweite: Auch in dieser Jahres-Ausgabe gibt es wieder das Beste aus den diesmal fünf PHANTAST-Magazinen plus reichhaltigem Bonusmaterial. Unter anderem enthält das mindestens 200 Seiten (vermutlich einiges mehr) umfassende Buch eine Novelle von Susanne Gerdom. Das Cover stammt von Lothar Bauer, Illustrationen unter anderem von Norbert Reichinger. Äusserlich wird es wieder eine Softcoverausgabe im Format 21x21 cm.

Das Jahrbuch erscheint in der ersten Februarwoche 2013 und kann ab sofort zu einem verbilligtem Subskriptionspeis unter http://phantast.fictionfantasy.de bestellt werden.

PHANTAST ist ein Projekt von literatopia, fictionfantasy und roterdorn.
Mindestens viermal im Jahr erscheint der PHANTAST als Themenheft kostenlos im PDF-Format. Ziel des seit 2011 erscheinenden Magazins ist eine Auseinandersetzung mit phantastischen Themen sowohl inhaltlich als auch äußerlich in hochwertiger Form.

Freitag, 2. November 2012

Tron Legacy


Ein Kultfilm was ist das? Eine gute Frage, denn so etwas wie einen Kultfilm gibt im Prinzip im kurzlebigen Filmgeschäft nicht mehr. Megaproduktionen werden einige Zeit gehypt bevor sie ins Kino kommen, dann nochmal kurz wenn sie für den Home Entertainment-Bereich verwertet werden und dann tauchen sie gelegentlich auf den immer gleichen Angebotslisten diverser Handelsketten auf.

Es gibt allerdings auch Filme, denen man zu ihrer Zeit nicht angesehen hat, welches Potential sie haben. Oft war auch einfach der der richtige Zeitpunkt da, in dem sie über die Leinwand flimmerten. Als Tron 1982 in die Kino fanden die meisten kein Gefallen an der etwas zu einfach gestrickten Story. Keiner ahnte damals welchen Einfluss der in großen Teilen computeranimierte Streifen haben würde. Es gab allerdings einige angehende Filmemacher, die das Potential erkannten und unter vielen Fans avancierte Tron zu einem richtigen Kultfilm. Kein Wunder, denn Steven Lisberger bewies wie man Computeranimation gezielt als dramaturgisches Mittel einsetzen konnte. Vor allem erwiesen sich die damit entstehenden Möglichkeiten als schier unendlich. Ohne die innovative Technik von Tron wären spätere Filme wie Terminator 2, Jurassic Park, Transformers, Avatar oder die Herr der Ringe-Trilogie nicht realisiert worden. Und auch die Pixar-Filme wären keine Realität geworden. John Lassetter, Regisseur von Toy Story und Cars, war 1982 noch als Animator bei Disney beschäftigt. Er erkannte das Potential, das Tron hatte. Dieses Potential wurde zum Initialzünder für die Gründung jenes kleinen Studios, das George Lucas 1983 an Steve Jobs verkaufte und aus dem Pixar hervorgehen würde.

Schon Ende der neunziger Jahre tauchten Gerüchte über eine Fortsetzung auf. Es gab auch schon Storyentwürfe, von denen einer für das Computerspiel Tron 2.0 verwendet wurde. Doch dann wurde es einige Zeit ruhig um die Sache. Doch die Vorführung von Testaufnahmen auf dem ComicCon 2008 änderte dies. Eigentlich mehr als Test gedacht, ob überhaupt das Publikum auf einen neuen TRON-Film reagieren wird, wurde daraus eine kleine Situation. Kein Wunder, immerhin hatte sich die Schar der Fans vervielfacht. Tron Legacy wurde Realität.

Über 20 Jahre ist Kevin Flynn, der findige Programmierer aus dem ersten Teil, spurlos verschwunden. Sein mittlerweile erwachsener Sohn ist der größte Aktieninhaber der Firma ENCOM. Doch die Firma ist ihm egal. Sie hat sich mittlerweile zu größten Softwareschmiede der Welt entwickelt (Microsoft lässt grüßen), die die User ausnimmt wie Weihnachtsgänse. Zwar sitzt Alan Bradley noch im Vorstand, aber richtige Macht hat er dort nicht.

Nach einer spektakulären Aktion bei ENCOM taucht eines Abends Bradley bei Sam Flynn auf. Er wurde auf einem alten Pager angerufen. Von einer Nummer aus, die schon seit 20 Jahren abgeschaltet ist. Der Anruf kam von der alten Spielhalle von Kevin. Mehr widerwillig mach sich Sam dorthin auf dem Weg und findet dort den geheimen Unterschlupf seines Vaters. Der Sohn erfährt am eigenen Leibe, mit was sein Vater sich die Nächte um die Ohren gehauen hat, denn mit einem Mal findet er sich im Innern des Computers wieder, in einer Welt die von einem genauen Abbild seines Vaters rücksichtslos beherrscht wird. Clu, ein Programm von Kevin, hat sich im Bestreben das perfekte System zu schaffen zum Diktator aufgeschwungen. Aber er will mehr. Er will in die reale Welt vordringen. So muss sich Sam auf die Suche nach seinem Vater machen, um alles zu retten…

Auf den ersten Blick scheint es verwunderlich, dass ein relativer Neuling wie Joseph Kosinski mit der Regie eine solchen Projekts betraut wurde, doch die Wahl des Machers von Zwischensequenzen zu Spielen wie Halo erweist sich recht schnell als sehr sattelfest. Sein visueller Stil täuscht ein wenig über die wenig einfallsreiche Story hinweg. Aber bereits bei Tron war die Story nicht unbedingt das wichtigste, sondern das visuelle Erlebnis. Tron Legacy trotzt mit modernsten Spezialeffekten höchster Güte und erschlägt den Zuschauer quasi mit seinen unglaublich vielen Elementen, die über die Leinwand huschen. Aber auch wenn er für ein breites Publikum gedacht ist, macht der Streifen eigentlich nicht eingefleischten Fans richtigen Spaß. Doch allein die Optik macht ihn auch für den normalen Kinobesucher zum Erlebnis. Einer der ganz großen Pluspunkte ist dabei die Rückkehr von Jeff Bridges und Bruce Boxleitner, die ihre alten Rollen wieder aufleben lassen. Bridges zeigt sehr eindrucksvoll, wie ein hochwertiger Schauspieler auch noch einem mittelmäßigen Drehbuch einen gewissen Reiz entlocken kann. Allein schon die Tatsache seiner Doppelrolle, Flynn Senior und Clu, vertiefen den positiven Eindruck noch mehr. Zur visuellen Gewalt gesellt sich noch eingängiger, sehr wuchtiger Soundtrack der Band Daft Punk, deren Musik genauso passend ist wie seinerzeit der Soundtrack von Wendy Carlos für Tron.

Für den Kinoeinsatz wurden weite Teile von Tron Legacy mit stereoskopischen 3D-Kameras gedreht. Als dramaturgischen Effekt setzte man allerdings 3D nur für die Computerwelt um. In der realen Welt blieb das Bild im herkömmlichen Format. Dennoch hatte es schon auf der Leinwand eine hervorragende Qualität.

Einmal mehr bietet Disney bei der Blu-ray eine Scheibe an, die bei der Technik absoluten Referenzcharakter hat. Das Bild lässt keinerlei Mängel in der Kompression erkennen. Schärfe und Detailreichtum bewegen sich auf höchstem Niveau. Insgesamt ein perfektes Ergebnis mit dem man sein Heimkino auch Gästen einmal vorführen kann.

Das gleiche Niveau hält übrigens auch die Blu-ray 3D, bei der die Bildgewalt sogar noch eine Spur brachialer zur Geltung kommt. Die räumliche Plastizität wirkt sehr eindrucksvoll, wobei nur die Szenen, die in der Computerwelt spielen, in 3D sind, während die Handlung in der realen Welt nur in 2 D vorliegt.

Das gleiche gilt für den Ton. Die deutsche und englische Tonspur liegen in DTS-HD 7.1 Master Audio vor. Die wuchtige Abmischung ist sehr räumlich, verlangt dem Verstärker und den Lautsprechern einiges ab. Als kleiner Tipp: Nicht gleich die Laustärke zu hoch einstellen, denn sonst könnte es Knatsch mit den Nachbarn geben.

Auch wenn die technische Umsetzung überzeugen kann, enttäuscht die Blu-ray etwas bei den Specials. Zwar bekommt man einiges über die Entstehung von Tron Legacy, aber so richtig in die Tiefe wird leider nicht gegangen. Allerdings findet man die Testaufnahmen für den ComicCon 2008 dort wieder sowie einen kleinen Kurzfilm mit dem Titel Am Tag danach: „Flynn lebt!“ Der Kurzfilm spinnt die Story aus dem Hauptfilm noch ein wenig fort, wobei es auch ein Wiedersehen mit einem liebgewonnen Charakter aus Tron gibt. Ebenfalls unterhaltsam gemacht ist ein kleines Feature über die Funktion von 3D-Blu-ray, die von Timon & Pumba erklärt wird. Kindgerecht, aber schön. Als kleines Schmankerl gibt es dann noch einen kurzen Ausblick auf die 2012 realisierte Animationsserie Tron Uprising. Abgerundet werden die leider etwas  spärlichen Specials durch ein Musikvideo von Daft Punk.

Man kann über Tron Legacy geteilter Meinung sein. Aber auf jeden Fall ist er aufwendiges Effektkino, das sehr viel Spaß macht und hauptsächlich durch seinen visuellen Stil besticht. Hinzu kommen noch spielfreudige Darsteller sowie genialer Soundtrack, der ein wenig an THE DARK KNIGHT erinnert, aber dennoch jede Menge Spaß macht. Die Präsentation auf Blu-ray bietet alles, was einem Filmfan das Herz höher schlagen lässt: Kino in höchster technischer Präzession. Auf jeden Fall eine Bereicherung für jede Sammlung. Sehr empfehlenswert.


Tron Legacy
USA 2010
erschienen bei Walt Disney Home Entertainment im Juni 2011
EAN: 8717418296735


 

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Tron


Kevin Flynn, ehemals ein aufstrebender Programmierer bei der Computerfirma ENCOM, hat ein Problem: John Dillinger, zurzeit Chef der Firma, hat ein ganzes Bündel von Spielen von ihm gestohlen, um die Karriereleiter hochzufallen. Das Problem ist allerdings dies Dillinger zu beweisen. So hackt sich Flynn in das System von ENCOM ein, wird aber von dem mächtigen Master Control Program, ein Projekt Dillingers, daran gehindert. Gleichzeitig versucht Alan Bradley sein Programm Tron lauffähig zu machen. Doch Flynns Einbruchsversuche veranlassen das MCP alle Zugänge zu speichern. Gleichzeit will das Programm auch verhindern, dass ein unabhängiges Programm seine Machenschaften kontrolliert, was aber nicht offiziell bekannt werden soll. Alan erzählt seiner Freundin Lora, die in der Laserabteilung von ENCOM arbeitet, von seinem Problem. Sie bringt ihn mit Flynn zusammen, der überrascht auf die Sicherheitsreaktion reagiert. Nach seiner Annahme müsste er das System knacken, wenn er von einem Terminal im Innern der Firma Zugriff darauf hat. Die drei dringen in die Firma ein und während Alan sich an seinen Arbeitsplatz begibt, nutzt Kevin von Loras Terminal, um nach Beweisen zu suchen. Doch er hat die Rechnung ohne das MCP gemacht, das ihn mit einer bisher nur kurz getesteten Technologie auf den Spieleraster des Systems holt. Für Kevin Flynn beginnt nicht nur ein ganz neues Abenteuer, sondern auch ein Kampf um Leben und Tod…
 
Das Jahr 1982 ist für den phantastischen Film eines der bedeutendsten. Zurückblickend kamen nie mehr in einem so kurzem Zeitraum so viele Filme heraus, die für die verschiedenen Genres so bedeutsam sind und heute als Klassiker gelten. E.T – Der Außerirdische, Star Trek II: Der Zorn des Khan, John Carpenter’s The Thing, Poltergeist, Conan der Barbar, Der dunkle Kristall und Blade Runner sind nur einige Beispiele dafür. Kein Wunder, denn viele der großen Studios rannten immer noch dem Erfolg nach, den ersten beiden Star Wars-Filme an der Kinokasse hatten. Und der dritte und abschließende Teil, der heute auch unter dem Titel Episode VI firmiert, war schon langsam am Horizont zu erkennen.

Eben dieser Druck verleitete Walt Disney Pictures dazu in aufwendigen Science Fiction-Filmen einen Strohhalm zu sehen. Das Studio hatte in den 70er Jahren mit seinen Zeichentrickfilmen nicht richtig punkten können. Bei der Realfilmsparte sah es noch schlimmer aus. Mit Herbie-Fortsetzungen allein konnte man sich nicht über Wasser halten. So versuchte man mit Das schwarze Loch auf den SciFi-Hype aufzuspringen, was gründlich in die Hose ging. Mit Tron wollte man einen zweiten Versuch in diese Richtung wagen und setzte dabei auf eine Technik, die noch total in den Kinderschuhen steckte. Es stand technisch in den Sternen, ob ein solches Projekt überhaupt realisierbar war. Schon in den 70er Jahren hatte man den Versuch unternommen einen computeranimierten Film zu drehen. Doch die Kreativen scheiterten an der noch nicht so weit entwickelten Technik. Aber eben dieser Faktor stellte die Gruppe um Regisseur Steven Lisberger vor ein ähnliches, fast unlösbares Problem. Bisher gab es in diese Richtung nur rudimentäre Ansätze, mit denen man arbeiten konnte. Programme wie Lightwave oder ähnliches wurden erst viel später erfunden. So mussten beispielsweise die Pixelpositionen von Hand berechnet und das Endergebnis konnte man sich erst dann anschauen, wenn das belichtete Filmmaterial aus dem Kopierwerk zurückkam. Nach der Fertigstellung des Films kam ein weitere Problem hinzu: Das Studio wusste nichts mit dem innovativen Produkt anzufangen. So entwickelt sich Tron zu einem der größten finanziellen Desaster für Disney, ähnlich John Carter im Jahr 2012.

Retrospektiv betrachtet kann Tron heute als wegweisender Film gesehen werden, denn hier wurde eindrucksvoll gezeigt, wie man Computeranimation als dramaturgisches Mittel einsetzen konnte. Viele spätere Regisseure, wie beispielsweise John Lassetter (Toy Story, Cars), wurden dadurch stark beeinflusst. Nur wenigen war zu diesem Zeitpunkt klar wie sehr sich das Filmgeschäft ändern würde. Bereits zwei Jahre wurden die visuellen Effekte des Films The Last Starfighter komplett computeranimiert. 1985 folgte die erste dreidimensional animierte Figur in Das Geheimnis des verborgenen Tempels, an der nicht nur George Lucas Trickschmiede ILM arbeitet, sondern auch jene Gruppe, die später als Pixar firmieren würde.

Die Story von Tron ist recht einfach gestrickt, lebt aber vor allem von der Spielfreude seiner Hauptdarsteller. Jeff Bridges stand noch relativ am Anfang seiner Karriere, Bruce Boxleitner war noch Lichtjahre von Babylon 5 entfernt. Aber auch die ganze Atmosphäre des Films ließ das Herz der Fans höher schlagen. Hier wurde ein komplett neues visuelles Erlebnis geboten. Eine Welt wie man sie vorher noch nicht gesehen hatte.

Schon in den Achtzigern entwickelte die Steven Lisbergers Regiearbeit unter Fans zum Kultfilm, doch erst in den 90er Jahren wurde er wieder von einer breiten Masse wahrgenommen. Als 2002 zum zwanzigjährigen Jubiläum sich die Doppel-DVD von Tron recht gut verkaufte, kam auch der Ruf nach einer Fortsetzung. Es folgte keiner Wiedergeburt als Film, sondern als Computerspiel. Die Wende fand im Jahr 2008 auf dem San Diego Comic statt. Dort wurde Testmaterial eines potentiellen Sequels vorgeführt, um die verschiedenen Möglichkeiten auszuloten. Der Erfolg war enorm und 2010 erschien mit Tron Legacy die langerwartete Fortsetzung.

Für viele war der Film schon bei seinem Start ein Kultfilm, doch erst in den 90er Jahren wurde er „massentauglich“. Als 2002 die Doppel-DVD zum zwanzigjährigen Jubiläum erschien, wurde bereits von einer Fortsetzung gesprochen. Diese wurde später in Form eines Computerspiels veröffentlicht. Dennoch war das Projekt TRON 2.0 nicht tot. Doch wieder war man sich bei Disney nicht sicher, ob sich ein Neuaufguss oder gar eine Fortsetzung rechnen würde. Man entschied sich eine Probesequenz zu drehen, die auf dem San Diego Comic Con 2008 aufführte. Die dortigen Reaktionen ermutigten das Studio TRON: LEGACY zu machen, der 2010 in die Kinos kam.

Die Restauration von Tron für das HD-Format gehört zu einem unter BD-Fans heißdiskutierten Themen des Jahres 2011. Regisseur Steven Lisberger wurde von Disney die Gelegenheit gegeben technische Mängel des Films, die in HD auffallen, zu bearbeiten. Er nahm dabei einige kleinere Veränderungen vor, die aber insgesamt den Genuss des Films nicht schmälern. Hauptsächlich bezog sich die Bearbeitung auf das periodisch auftretende Flackern der realen Filmelemente sowie Kratzer und sonstiger Macken, die dem Master im Laufe der Zeit zugesetzt haben

Tatsächlich hat Tron noch nie so gut ausgesehen wie nach der neuen Restauration. Die neonartigen Farben in der Computerwelt sind kräftig und das Schwarz darin scheint bodenlos zu sein. Die Realszenen überzeugen durch einen sehr guten Kontrast. Auffallend ist die nahezu perfekte Schärfe, die viele kleine Details erkennen lässt. Darunter fällt auch die relative Einfachheit der Computeranimationen. Aber man sollte sich vor Augen halten, dass es sich hier um den ersten Film seiner Art halt und er rund dreißig Jahre auf dem Buckel hat.

Der englische Ton liegt in DTS-HD 5.1 vor. Allerdings sollte man nun keinen Klangteppich wie bei Tron Legacy erwarten. Aber der Sound wurde entsprechend seiner Zeit aufbereitet. Die Dialoge sind klar im Center platziert. Die Effekte selbst sind etwas frontlastig, aber sind stellenweise auch etwas bidirektional. Sehr räumlich ist der geniale Soundtrack von Wendy Carlos (UHRWERK ORANGE, SHINING) abgemischt. Insgesamt überzeugend.

Da die 20th Anniversary Edition auf DVD mit ihren Specials schon alle Aspekte der Entstehung von Tron abgedeckt hat, wurden diese komplett für die Blu-ray übernommen. So findet man nicht nur einen sehr guten Audiokommentar auf der Scheibe, sondern auch jede Menge Featurettes und ein sehr gutes Making of, dem nur wenig hinzuzufügen ist. Hinzu kommen noch einige Deleted Scenes, von denen einige sogar noch bearbeitet wurden.

Nur zwei neue Specials befinden sich noch mit auf der BD. In dem ersten wird das Phänomen Tron näher betrachtet, wobei hier fast nur Beteiligte von Tron Legacy zu Wort kommen. Das zweite Special Feature führt Steven Lisberger und seinen Sohn in die Archive der Disney Studios, wo sich alte Fotos der Produktion anschauen. Dabei nutzt Lisbergers Sohn die Gelegenheit um seinen Vater ausführlich dazu zu befragen, was sehr interessant ist.

Auch wenn die Story von Tron oft etwas zäh aus heutiger Sicht ist, hat Disney einen seiner größten Flops in einer sehr adäquaten Form für das HD-Zeitalter aufbereitet. Kein Wunder, denn er ist mittlerweile einer großen Klassiker der Filmgeschichte geworden, der viele Filmschaffende dazu bewegt hat auf die Computeranimation zu setzen. Ein Fakt, das heute aus fast keinem Film mehr wegzudenken ist. Die Blu-ray von Tron ist auf jeden Fall eine Bereicherung für jede Sammlung und nicht nur was für beinharte Fans. Sehr empfehlenswert.

Tron 
USA 1982
Das Original - Special Edition
erschienen bei Walt Disney Home Entertainment im Juni 2011
EAN: 8717418292690