Montag, 22. August 2011

Perry Rhodan - SOS aus dem Weltraum

Das Jahr 1967 brachte für die PR-Fans einen der großen Albträume: den PERRY RHODAN-Film. Nicht nur, dass der Film auf heftigste Weise in der Serie beworben wurde, von dem Fotoroman in einer Programmzeitschrift ganz zu schweigen. Der Verlag ließ sich sogar hinreißen ein Buch zum Film anzubieten. Geschrieben hat das Teil niemand anders als Clark Darlton. Da der Film allerdings nicht so doll ankam (was auch nicht weiter verwunderlich ist), verschwand auch der Roman relativ schnell in das Nirvana des Vergessens.

Obwohl der Filmroman von einem PR-Autor ist, konnte dieser an der miesen Krimi-Story des Films nicht ändern. Aber auch sonst bleibt CD hinter seiner Form. Stellenweise wirkt der Roman lieblos zusammengeschrieben. Es fehlt das Herzblut des Autors. Kein Wunder, denn Walter Ernsting stand, dank seiner Beziehungen, mit amerikanischen Produzenten in Verhandlung, als man beim Verlag den Vertrag mit dem deutschen Produzenten machte, den heute ohnehin keiner mehr kennt. Zwar konnte man mit Joachim Hansen, Pinkas Braun, Ann Smyrner und Lang Jeffries relativ bekannte Schauspieler verpflichten, aber das zog den Wagen nicht aus dem Dreck. Die italienischen Filmemacher machten ihre eigene Story und was das bedeutet kann man im Werkstattband von 1986 nachlesen. Dort gibt Karl Herbert Scheer einiges von seinem Besuch bei den Dreharbeiten zum Besten.

So ist abschließend zu sagen, dass der Roman von Clark Darlton mit das Beste ist, was zu dem Film veröffentlicht wurde. Stellenweise gelang es Walter Ernsting sogar etwas besser als die Vorlage zu sein, was allerdings keine große Kunst war. Aber gegen den trashigen Film und eine krude Story konnte er auch nicht anschreiben. Den Roman zu SOS AUS DEM WELTRAUM sollte man also mehr als witziges Kuriosum betrachten.

Perry Rhodan - SOS aus dem Weltraum 
von Clark Darlton
erschienen im Moewig Verlag im Jahr 1967
Umfang: ca. 160 Seiten


The Häxler - Was ist das?

Es war einmal im Fandom, da entschieden sich ein Fan aus Rheinland-Pfalz und ein Fan aus dem Saarland zusammen ein Fanzine zu machen. Sie gaben dem Kind ihrer Kreativität den Namen Grimoire. Inhaltlich setzten die beiden auf ein unterhaltsames Mix aus Kurzgeschichten, Artikeln und Rezensionen. Aber bei den Rezensionen wollte man sich nicht nur auf Bücher konzentrieren, sondern auch phantastische Musik und das ein oder andere Computerspiel beleuchten. Eben weil es sich um eine gute Mischung handeln sollte, kam einer auf die Idee der Sparte den Namen The Häxler zu geben...

Grimoire brachte es zwischen 1994 und 1997 immerhin auf fünf Ausgaben, die alle recht gut ankamen. Teilweise bekommte ich heute noch Anfragen, ob vielleicht das eine oder andere Exemplar noch vorhanden ist. Aber weder Carsten Schmitt noch ich haben, außer unseren eigenen Belegexemplaren, keine alte Ausgaben mehr übrig. Wer an Infos über Grimoire interessiert ist, kann sich hier gerne mal etwas umsehen. 

The Häxler erlebte einige Zeit später eine Wiedergeburt als reine Buchrezensionsparte auf meiner Homepage Acrusonline. de. Auch hier kamen im Laufe der Zeit einige Besprechungen zusammen, auch wenn ich mit mittlerweile mehr auf die Besprechung von DVDs und Blu-rays konzentriere. Aber ich gelobe Besserung. Das ist einer der Gründe, warum ich parallel dazu The Häxler als eigenes Blog gestartet habe. Neben Buchrezensionen möchte ich hier auch den ein oder anderen Gedanken über das Schreiben niederlegen; und all das in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen.

Ich hoffe, dass der nun vorliegende Ergebnis vielleicht geneigte Leser findet. Ach ja, Kommentare zu den Rezis sind natürlich erwünscht. :-)